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Das Bedürfnis

Das Projekt

Finanzielles

Skizze der Plattform

Meine Motivation

Philosophie

 

Projektvorschlag

Kooperatives Leben & mitwirkende Spiritualität

von Mushin J. Schilling - Kontakt: info@thelivingfield.com

Kurzfassung

Immer mehr Menschen liegt Mitwirkung, Spiritualität und das Leben auf diesem Planeten am Herzen. Sie empfinden sich als eingebettet in stetig expandierende Netze und Umfelder und wünschen sich einen offenen, konstruktiven Dialog und gegenseitige Förderung bei der Arbeit an einer besseren Welt und spirtueller Ganzheit - ein Planet auf dem alle Lebewesen zuhause sind. Diese aufkeimende mitwirkende, kooperative Kultur kann man mit Recht Menschliche Globalisierung nennen; eine Graswurzel-Bewegung, an der sich immer mehr Menschen auf diesem Planeten beteiligen.

Das Bedürfnis:
Unsere Werte und Praxis entstammen bisher fast immer “vertikalen Strukturen”; das gilt besonders hinsichtlich der Lebenssinn gebenden spirituell/religiösen Lern-, Praxis- und Lebensstrukturen. Das Internet bietet inzwischen in vielen Bereichen neue Mittel und Wege, um 'Vertikalität' zu überwinden (P2P, Wikipedia, open source, 'sharing economy', Web 2.0 etc.). Allerdings fehlt solch eine vernetzte, kooperative, dialogische Struktur, sofern es darum geht, spirituelle Werte zu finden, im offenen Dialog zu besprechen und gemeinsam zu praktizieren.

Das Projekt:
Eine Internet-Plattform schaffen (und zeitgleich ein Buch produzieren), die eine vernetzte, kooperative, dialogische Spiritualität populär macht und zugleich ein kreativitätsfördernder Treffpunkt ist.

Benötigte Finanzen:
Etwa 2000 € monatlich im ersten Jahr plus ca. 8000 € für zusätzliche Investitionen in Mitarbeiter und Software/Hardware.

Organisation & Expertise:
Mushin organisiert und leitet seit vielen Jahren Seminare, Events und eine Gemeinschaft. Er ist professioneller Autor und außerdem ausgebildeter Webdesigner mit viel Erfahrung. Da er seit Anbeginn der Internet-Entwicklung dabei ist, die spirituelle Kultur von innen als Praktizierender und seit mehr als 20 Jahren als Lehrer/Gruppenleiter und von außen als Journalist kennt, bringt er alles mit, was für die Realisierung dieses Projekts notwendig ist. (Deine Anmerkungen bitte hier.)

 

Das Bedürfnis

Essentielle Werte und Lebensweisen entstammen fast immer “vertikalen Strukturen”; das gilt besonders, wenn es um spirituell/religiöse Lern-, Praxis- und Lebensstrukturen geht.
Ein Blick auf Google liefert zum Stichwort Spiritualität und Religion 9 Millionen Treffer (in englischer Sprache sind es 150 Millionen). Willkürliche Klicks auf 50 Links davon zeigen (ebenso wie meine Recherchen bisher), dass fast all diese Dateien eine vorgefertigte Theorie/Überzeugung vertreten, der man entweder zustimmt oder nicht. Offenbaren die Dateien die hinter der Überzeugung liegende soziale Struktur, dann zeigen sich hier ausschließlich vertikale Hierarchien. Die zu vermittelnden Werte sind in Essenz monologisch und werden von oben nach unten vermittelt. Nirgendwo wird Wertvermittlung als dialogischer Prozess gesehen, noch legt man wirklich Wert auf gemeinsame Erkundung der spirituellen Realitäten und Werte. Hier gilt vor allem: "Nimm es an, oder lass es."
Die einzigen Webseiten die dialogische Spiritualität zum Ausdruck bringen, sind die der P2P-Foundation. Es gibt noch eine handvoll Internet-Präsenzen, die sich im weitesten Sinne mit kooperativer, dialogischer, mitwirkender Spritualität befassen, dies jedoch auf einem sehr hohen kognitivem und vor allem theoretischem Niveau.

Das Internet bietet inzwischen in vielen Bereichen neue Mittel und Wege, um 'Vertikalität' zu überwinden (P2P, Wikipedia, open source, 'sharing economy', Web 2.0 etc.). Diese Bewegung scheint eine neue kulturelle Evolution einzuläuten in Richtung einer neuen Beziehungsqualität zwischen Menschen und bei der Organisation von Information, Produktion und im alltäglichen Leben. Während die soeben angedeuteten Netzwerkstrukturen wachsen, wird der Mangel an einer vernetzten, kooperativen, dialogischen Struktur immer offensichtlicher, denn nur eine solche ermöglicht es den daran Beteiligten, eine vernetzte, kooperative,dialogische Spiritualität samt der damit zusammenhängenden Werte und Praktiken zu finden und zu leben.

Dies verdeutlicht das Bedürfnis nach solch einem hilfreichen Element: eine Internet-Plattform, die der Entwicklung und Erprobung dialogischer, partizipativer und kooperativer spiritueller Werte gewidmet ist. Diese Plattform muss leicht zugänglich und verständlich sein und bereits bestehende Informationen und Ansätze integrieren.

Und schließlich: Wo auch immer derzeit dialogische, kooperative und partizipative Werte zum Ausdruck kommen, geschieht dies auf Englisch. Die Internet-Plattform wird daher von Anfang an in drei Sprachen funktionieren (Deutsch, Tschechisch und Englisch). (Deine Anmerkungen bitte hier.)

Das Projekt

Zielsetzung
Die Sicht und Werte der aufkeimenden Kultur - Dialog, Kooperation, Mitwirkung - zu popularisieren und eine Medium für maximale Interaktion, Kommunikation, Lernen und Zusammenarbeit zu schaffen, auch über traditionelle und moderne Grenzen hinaus.

Schritte
Innerhalb der nächsten drei Monate

  • entwickle das Basisdesign und erste Inhalte einer innovativen und offenen Internet-Plattform, die den Bedürfnissen derer dient, die ein Leben nach dialogischen, kooperativen und partizipativen Werten führen möchten - benutze dabei Software und Technologien, die diese Werte widerspiegeln.
  • finde genügend Mäzene, Sponsoren und anderweitig Beitragende, die dem Projekt helfen, mindestens ein Jahr lang zu gedeihen.
  • finde Mitwirkende für Webdesign, Programmierung, Inhalt und Übersetzung.
  • prüfe die Kooperationsmöglichkeiten mit spirituellen Foren, Zeitschriften und Online-Gemeinschaften wie etwa "zaads".
  • erarbeite den wesentlichen Inhalt des Buches über die "kooperative Wende" in der Spiritualität und kontaktiere anschließend erwünschte Autoren (Jorge Ferrer, John Heron, Ed Harris, Richard Tarnas, Christian de Quincy, etc.)

Innerhalb des nächsten Halbjahres, bis zu 9 Monate:

  • Die Internet-Plattform erreicht "Beta" und ist verfügbar für den Input des Zielpublikums insgesamt; teil davon ist eine sanfte PR-Kampagne in der Blogosphäre und spirituellen Foren.

  • Kooperationsübereinkünfte mit deutsch-, tschechisch- und englischsprachigen Medien.
  • Weitere Dienstleistungen werden entwickelt (Bildungsmaterial, Audio-Chats, Spirit Radio 1, etc.)
  • Das Buch ist fertig für Veröffentlichung
In einem Jahr:

  • Die Internet-Plattform läuft hervorragend und zieht eine Vielzahl von Benutzern, Mitwirkenden und kreative Menschen aus Europa und der ganzen Welt an.
  • Dauerhafte Weiterentwicklung weiterer Dienstleistungen, Kommunikations- und Kooperationsinstrumente.
  • Die Plattform steht in weiteren Sprachen zur Verfügung (EU-Fonds für Übersetzungen?)

In zwei Jahren:

  • Die Internet-Plattform gehört zu den populärsten Treffpunkten von an essentiellen Werten orientierten Menschen.

Monatliche Überprüfung des Erreichten und damit zusammenhängende Kurskorrekturen sind Teil des Gesamtprozesses.

Personal
In den ersten drei Monaten wird der Projektmanager die wesentliche
Arbeit verrichten, sporadisch unterstützt von einem/er Sekretär/in,
der/die alle drei Startsprachen dieses Projekts fließend spricht.
In der zweiten Periode koordiniert und formalisiert der Projektmanager die Zusammenarbeit zwischen Provider, Designern, Programmierern, Inhaltslieferanten, Kooperationspartnern und allen anderen Mitwirkenden.
(Deine Anmerkungen bitte hier.)


Finanzielles

Die Verwirklichung dieses Projekts ist von der Finanzierungvon sowohl der Entwurfs- wie auch der Realisierungsphase abhängig.
Es ist nicht geplant, die Plattform durch Werbung zu finanzieren sondern durch Förderungen aller Art, Sponsoren und, sowie das möglich ist, durch Mitgliedschaften auf der Basis von Spenden oder Beiträgen.
Die Weiterverbreitung von Inhalten (z.B. die Spirit Radio Eins Show), spezielle Dienstleistungen (Bildung, Inhalte) und weitere Quellen könnten nach Fertigstellung und Einführungsperiode zur Projektfinanzierung beitragen oder diese sogar gewährleisten
.

Budget

Bis Ende Dezember 2006:

Projektmanagement: 1500 €

Bis Ende Januar 2007:

Projektmanagement: 1500 €
Übersetzungen & Sekretariat: 500 €

Bis Ende März 2007:

Projektmanagement: 3000 €
Übersetzungen & Sekretariat: 1000 €
Equipment & Software: 4000 €

Bis Ende Mai 2007:

Projektmanagement: 3000 €
Übersetzungen & Sekretariat: 3000 €
Server etc.: 750 €
PR activities: 3000 €

Bis Ende August 2007:

Projektmanagement: 4500 €
Übersetzungen & Sekretariat: 3000 €

  Total: 28.750 €

Diese Zahlen sind, abgesehen vom Projektmanagement, "über den Daumen gepeilt"- 1500 € monatlich ist allerdings ein Minimum, dass mich und meine Familie über Wasser hält.
Zu Sekretariat: Es wäre begrüßenswert, die genannte Summe zur Verfügung zu haben.
Zu Übersetzungen: Da sowohl Buch als auch Plattform vorzugsweise dreisprachig starten, sind Übersetzungen unerlässlich. Wieviel dies genau kosten wird, ist noch nicht klar. Die genannte Summe ist wahrscheinlich ein Minimum.
Zu Hardware & Software: Dies betrifft Audio & Video Equipment und Software um Streams und anderes Contentmanagement zu ermöglichen. Es ist derzeit sehr wahrscheinlich, dass die Serverleistungen gesponsert werden.
Zu PR: Professionelle Hilfe wäre das Beste und 3000 € sind wahrscheinlich die Mindestsumme, die dafür nötig ist. Allerdings gilt: Je mehr Geld wir für Werbung & PR zur Verfügung haben, desto besser
. (Deine Anmerkungen bitte hier.)

 

Skizze der Internet-Plattform

Navigation Unterpunkte Erläuterung
Förderer   Eine Liste + Link zu jenen Förderern, die dies schätzen
Lernen Online "Wie macht man's?" Kurse (etwa Meditation, Kontemplation usw. usf.)
Offline Seminars & Events
Gemeinschaft Dialog (Chat) Audio & Text
Blog/Vlog Mitglieder haben gratis Platz dafür
Projekte Projekte von Mitgliedern (z.B. kooperative Spiritualität Forschungsprojekte)
Dienstleistungen Kalender, Seminare, Bücher, Musik, Audio/Video-Konferenzen, Lernmaterial usw.
Ökologie Information  
Projekte
Media Audio  
Radio Spirit Radio Eins
Video  
Spirituelles Theorie  
Praxis
Wer wir sind   Philosophie, Ziel, etc.
Kontakt Formular  
Hilfe Personen Mit einem Freiwilligen sprechen (diese/dieser ist seit einiger Zeit Mitglied) über Audio-Chat
Faq  

Anmerkungen:

  • Die Plattform ist in jeder Hinsicht ko-kreativ, sie entsteht und wird unterhalten durch das Handeln vieler
  • Mitglieder können sowohl das Aussehen wie auch den Inhalt ihrer Benutzeroberfläche frei gestalten
  • Wo irgend möglich Open-Source-Programme nutzen.
(Deine Anmerkungen bitte hier.)

Skizze des Buches

Kooperative Spiritualität - eingebettet in den Reichtum des Lebens

1. Vorwort
2. Wer bin ich? Wer bist du? Was ist zwischen uns?
3. Leben in einem Universum der Beziehungen, Netze und Systeme
4. Von der vertikalen Sicht zu einer kooperativen/vernetzten Vision
5. Kommunikation, echter Dialog & Kommunion
6. Gemeinschaft
7. Arbeit, Praxis und Alltag

(Deine Anmerkungen bitte hier.)

 

Motivation

Versuche ich, den Entwicklungsstrom nachzuzeichnen, der mich auf die Spur einer dialogischen, mitwirkenden Spiritualität gebracht hat, dann sollte ich wohl zuerst das Community Building Seminar nennen, bei dem ich Sanji an einem Ort namens "Energy World" 1996 assistierte. Dies war meine erste tiefe Erfahrung mit "kollektivem Bewusstsein" – ein Teilnehmer brachte es damals so auf den Punkt: "Ich habe das Gefühl, wir sind ein Wesen mit 40 Köpfen und 80 Armen und Beinen." Dennoch war ich damals noch nicht bereit, wirklich zu verstehen, was das bedeutete; wahrscheinlich, weil ich immer noch sehr an persönlicher Erleuchtung interessiert war.

Bewusst auf die Spur brachte mich eine Frage eines Teilnehmers am ersten Living Field Transformation Training im Sommer 2006: "Wie kommt es, Mushin, dass du nie über das Wir sprichst?" Da ich bist dato eigentlich ganz zufrieden war mit dem, was ich erreicht hatte, und als spiritueller Lehrer für einige Menschen fungierte und lehrte, was ich selber auf meinem Weg bis dato gelernt hatte – Menschen zu helfen, 'transpersönliche' und spirituelle Dimensionen zu erfahren – traf mich diese Frage ins Mark.
Also las ich Martin Bubers "Ich und Du" und "Das Dialogische Prinzip". Beide Bücher zeigten eine Spiritualität, die nicht in mir oder in dir sondern zwischen uns ist. Je mehr ich in die Tiefe ging, desto mehr musste ich meine Rolle als spiritueller Lehrer und die Art, wie ich die Gemeinschaft hier in Tschechien leitete, hinterfragen. Und dann ließ ich diese Rollen hinter mir...

Bei der Forschung, auf welche Weise Spiritualität in der heutigen Welt weiterhin Sinn macht, stolperte ich über eine Menge Missbrauch (Macht, Sex, Geld) von Menschen, von denen ich bisher geglaubt hatte, sie hätten dies weit hinter sich gelassen. Und ich suchte nach Gründen dafür. Einer schälte sich nach und nach heraus. Ich nannte ihn "Die Patriarchale Verführung" und schrieb einen Artikel mit dem gleichen Titel (in kürzerer Form im Oktober in der Connection veröffentlicht).

Die Erforschung und die damit einhergehende Änderung in meinem Leben und den Seminaren hat meiner finanziellen Situation nicht gut getan, gelinde gesagt. Es scheint so, dass die Menschen, mit denen ich bis dahin arbeitete, doch eher an einer Spiritualität der partriarchalen Art interessiert waren, bei der der Seminarleiter sich als die Quelle aller guten Dinge positioniert und als kompetente Autorität für alle guten und wahren Dinge in Leben und Spiritualität. Ich jedoch wurde immer mehr zum Fragenden - "Was hast du erfahren? Wie kam diese Erfahrung zustande? Welche Bedeutung hat sie für dich?" usw. - erkundete gemeinsam mit den Menschen, was zwischen uns ist und erfüllte die Rolle der spirituellen Autorität immer weniger. "Worin bist du kompetent? Welche deiner Fähigkeiten, dich mit dem Spirituellen zu verbinden, möchtest du erweitern? Wie können wir uns gegenseitig weiterhelfen?" Mit solchen und ähnlichen Fragen verlor ich etwa zwei Drittel der regelmäßigen Teilnehmer an meinen Seminaren und Trainings.

Mir ist klar geworden, dass ein wichtiger Grund dafür wohl auch darin liegt, dass ich mich in der spirituellen Arena noch nicht neu positioniert habe. Wofür ich stehe und was 'kooperative Spiritualität' ist, muss geklärt werden und ins Licht der Öffentlichkeit gehoben werden. Dies ist auch ein Grund dafür, dass ich ein Buch (mit Beiträgen von Jorge Ferrer, John Heron, Ed Harris, Richard Tarnas, Christian de Quincy, die ich bitten werde, für 'Anfänger' zu schreiben) verfassen und eine informative Internet-Plattform für Kommunikation und Zusammenarbeit schaffen will, für Menschen, denen diese wirklich innovative Spiritualität am Herzen liegt und die die 'vertikale Schule' hinter sich lassen wollen; eine Plattform, die den gemeinsamen Reichtum tiefer Werte für alle verfügbar und kommunizierbar macht. (Deine Anmerkungen bitte hier.)

Philosophie

Worum es in der aufkeimenden kooperativen Kultur geht:

  • Es geht um den freien Zugang zu Wissen(Wikipedia, offene Archive, Digitalisierung aller freien Schriften) und um offene Quellen (Software, Knowhow etc.).
  • Es geht um Kooperation in materiellen und spirituellen Angelegenheiten: P2P Produktion, sharing economy, von der Gemeinschaft unterstützte Manufaktur und Produktion, kooperative Wissenschaft, co-research, Koordination, partizipative Forschung, kooperative Spiritualittät, usw.
  • Es geht um "the commons" (Gemeingut) und wie man dies würdigt und großräumig schafft: gemeinschaftlich Nutzung von Mitteln und Instrumenten, soziales Vertrauen, Gemeinschaftseigentum, Nutzungsrechte (creative commons) usw.
  • Es geht um Netze: Kluge Massen (smart mobs), user-capitalized networking, user-driven marketing, virale Kommunikation, distributed computing, usw.
  • Und es geht um soziale Synergien, kollektive Intelligenz, Gaia & Ökologie, Herz-zu-Herz-Wirkung, offene Zukunft.

Kooperationen über allerlei Grenzen hinweg sind an der Tagesordnung, in der Wissenschaft, im Geschäftsleben, der Kunst, Psychologie, Philosophie und in Anfängen in der Spiritualität – und es ist weit mehr als ein zufälliges Phänomen: Es ist ein kultureller Trend. Das scheint anzudeuten, dass die Menschheit insgesamt den alten spirituellen Traum der Einheit, der bisher nur als spirituelle, transzendente Wirklichkeit existierte, zu verwirklichen beginnt; eine Wirklichkeit, an der auch ganz gewöhnliche Menschen teilnehmen. Einheit zu erleben ist nicht mehr nur ein Potenzial, es ist auf dem Weg zur – auch sozialen – Aktualität.

Als ein lockeres und informelles Netz von Individuen und Gruppen formen wir daher, gespeist aus inneren Quellen der Kreativität, unseren eigenen spirituellen Weg. Dabei entwickeln wir neue Formen, die in unsere Zeit und unser Umfeld passen. Zugleich würdigen wir und lassen uns inspirieren von den spirituellen Praktiken und Überzeugungen unterschiedlicher Quellen und Traditionen aus allen Zeiten und Welten – selektiv und unseren Umständen entsprechend.

Für den Anfang schlagen wir drei zusammenhängende Kriterien vor, die in unterschiedlichem Maß auf jeden Einzelnen von uns zutreffen und mit denen wir die kooperative Spiritualität in und zwischen uns zum Leben wecken – keine ehernen Prinzipien, sondern vielmehr Ansätze, die dem Wandel durch weiteren Dialog und engagierte Praxis offen stehen:

  • Wir bekräftigen unsere eigene und ursprüngliche Beziehung zur Gegenwart des Mysteriums, das wir Wirklichkeit nennen. Wir finden die Quelle spiritueller Authorität in uns und projizieren diese nicht nach außen: auf Lehrer, Traditionen oder (heilige) Texte.
  • Wir sind uns der Gefahren vertikaler Spiritualität bewusst, in der unbearbeiteter emotionaler Stress häufig dazu führt, die spirituelle Entwicklung zu verdrehen, so dass Teile der eigenen Natur unterdrückt oder Behauptungen gemacht werden, mit der die eigene Person oder Überzeugung über andere erhöht wird.
  • Wir sind offen für einen echten Dialog über unsere Überzeugungen und befürworten die gemeinsame Erforschung spiritueller Denkweisen, Handlungen und Praktiken, einschließlich der Entscheidungen, die wir in dieser Hinsicht fällen.

Als autonome, einzigartige und zugleich mit allem verbundene Wesen empfinden wir uns als ko-kreative Mitwirkende einer weltweit aufblühenden partizipativen Kultur. Diese Kultur zu erforschen, zu fördern und zu einer immer stärker wirkenden Kraft zu machen, gehört zu den wichtigsten Beweggründen eines kooperativen Lebens und einer eben solchen Spiritualität. (Deine Anmerkungen bitte hier.)